Wenn ich mein Gegenüber nicht achten kann, kann ich dann wirklich mich selber achten? Was ist Achtung, was ist Achtsamkeit?
Achtung ist die Einhaltung der Grenzen gegenüber der Wahrheit meines Gegenübers. Seine Wahrheit muß nicht meine Wahrheit sein, aber deshalb ist es trotzdem eine Wahrheit. Sie ist nicht besser oder schlechter als meine, sie ist nicht richtiger oder falscher.
Ich wünsche mir, dass jeder Mensch meine Wahrheit achtet. Daher mag ich die Wahrheit meines Gegenübers achten.
Wenn ich in der Übung bleibe, den anderen zu achten, dann kann ich - irgendwann, das ist mein Ziel - auch mich selber achten. Dann kann ich in dem Gefühl meiner Wahrheit bleiben, auch wenn mein Gegenüber anderer Meinung ist. So hoffe ich.

Meine Wahrheit ist nicht unveränderliches, sie darf sich wandeln, sie ist kein Dogma. Nur ist es dann noch mein Wahrheit? Was bedarf es sie zu wandeln, sie zu verändern, neues von außen mit dazu zu nehmen? Wo ist der unterschied zwischen meine Wahrheit wandeln und wie ein Fähnchen im Winde sein?
Im Gefühl ist da ein Unterschied, aber ich kann es nicht fassen. Oder bin ich vielleicht meiner Wahrheit noch gar nie begegnet? Kommt das vielleicht noch?

Eintrag 17.5.2010

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Niemand trägt die Schuld, dass es mir schlecht geht. Ich erschaffe mir Lebensumstände selber.

Daher ist es auch von niemanden abhängig, dass ich glücklich sein kann. Denn ich erschaffe mir meine Lebensumstände selber.

Eintrag 17.5.2010

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Ja, es darf sich ändern. Denn so vieles ist einfach nur zum K.....

Ich mag für mich so vieles ändern, auch wenn ich damit auf Unverständnis stoße. Und ich mag einfach damit anfangen, nicht fragen ob die anderen mitziehen. Wenn die nicht, dann ich auch nicht.... So wird sich nie etwas ändern.

Ich mag in der Achtung vor dem anderen, meinem Gegenüber bleiben. Egal was er tut, egal wie seine Wahrheit aussieht. Es ist seine Wahrheit und an meiner Reaktion kann ich erkennen, wo in mir noch Klärung aussteht. Denn die Achtung vor mir selbst endet nicht an meiner außeren Hautschicht, sie durchdringt die gesamte Welt.

Und besonders mag ich die Achtung vor der Weiblichkeit und der Männlichkeit leben, mit jeder Faser meines Lebens und Körpers. Denn jeder und jede, die sich hier auf den Weg macht, ihre Weiblichkeit und seine Männlichkeit zu erfahren, hat einen Spießrutenlauf von Moralvorstellungen, blöden Witzen und bewußter oder unbewußter Erniedrigung zu durchleben. Denn kein Thema scheint mehr Angst auszulösen wie dieses.

Warum ich anfange all dies öffentlich zu schreiben? Weil ich auch mit solchen Gedanken nicht mehr mich verstecken mag. Ich mag zu dem stehen, was ich sage. Ich mag mich an meinen eigenen Gedanken messen lassen, die meist in der wütenden Kraft entstehen. Einer Wut, wo ich wieder mal merke, wie viel ich schlucke, um geliebt zu werden. Ich möchte geliebt werden, so wie jede andere auch. Aber am meisten möchte ich mich selber lieben können. Und das geht nur, wenn ich ehrlich bin. Ehrlich mit mir und ehrlich mit meiner Umwelt, und das alles in der vollen Achtung der Wahrheit des anderen, die genauso stimmig ist wie meine. 

Ob das geht? Ich werde es sehen

Eintrag 17.5.2010

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